Donnerstag, 26. August 2010

Qualifikation der Relexologie-Ausbildung



Richtlinien für die Basisausbildung zum Reflexologen in Deutschland (professionelle Ausbildung). Diese Richtlinien bilden die Grundlagen für die Ausbildung. Die einzelnen Schulen können / sollen die Inhalte beliebig ergänzen.


Die Ausbildung zum Reflexologen umfasst folgenden zeitlichen Rahmen:

1. Theoretischer Unterricht:          ca. 12 Stunden

2. Praktischer Unterricht:              ca. 28 Stunden

3. Außerhalb der Seminare:          ca. 30 Stunden

4. Anatomie / Physiologie:            ca. 24 Stunden

5. Erste Hilfe Kurs                       ca. 16 Stunden

6. Prüfung:                                          5 Stunden


GESAMT mindestens:                     115 Stunden


1. Theoretischer Unterricht

1.1. Geschichte der Reflexologie: von denn alten Chinesen, Inkas etc. zu Dr. Fitzgerald, Dr. Riley, Eunice Ingham, Vater Josef und Hanne Marquard

1.2. Topographie der Reflexzonen am Fuß, Vergleich unterschiedlicher Darstellungen

1.3. Wirkungsweise der Reflexologie nach bisherigen Erkenntnissen und Vermutungen

1.4. Wirkung der Reflexologie auf den Körper, Heranziehen von Studien, welche die Wirkung belegen.

1.5. Mögliche Reaktionen bei der Massage und Möglichkeiten, damit umzugehen

1.6. Wann sollte Reflexologie nicht angewendet werden? Wann nur sehr vorsichtig?

1.7. Verantwortung des Reflexologen dem Kunden gegenüber (z.B. balanciertes Nähe-Distanz-Verhältnis, keine Diagnosestellung, Offenheit, Ruhe)

1.8. Verantwortung des Reflexologen sich selber gegenüber (z.B. Achtsamkeit mit der eigenen Gesundheit und inneren Balance, Körperhaltung bei der Arbeit etc.), erkennen der eigenen Grenzen und der Grenzen der Methode

1.9. Aufklärung des Klienten (Nachruhe, Wasser trinken, Eigenanwendung )

1.10. berufliche Anwendung, Aufbau einer selbständigen Tätigkeit (Rechtspositionen Heilpraktiker / Nicht-Heilpraktiker, ethische Grundsätze und Verantwortung, Kundenvereinbarung, Raum und Einrichtung, Hygiene Buchführung, Steuer, Versicherung, Publikation, eigene Zielsetzung)

1.11. Weiterbildungsmöglichkeiten (Seminare, Literatur, Publikationen)

1.12. Interessenverbände (Deutscher Reflexologen Verein, RiEN…)


2. Praktischer Unterricht

2.1. Erlernen und einüben mehrerer unterschiedlicher Reflex-Techniken, Wissen über unterschiedliche Wirkungen

2.2. Erlernen mindestens eines Anwendungsablaufes am Fuß, der den gesamten Fuß mit allen Reflexzonen erfasst

2.3. Auffinden blockierter Reflexzonen und Arbeit daran

2.4. Individuelles Variieren der Druckstärke


3. Außerhalb der Seminare

3.1. Zwischen den einzelnen Seminaren soll der angehende Reflexologe jeweils 6-10 Anwendungen an einer Person durchführen und dokumentieren. Die Einzelprotokolle und ein Abschlußbericht über die gesamten Anwendungen in Fließtext sollen im Anschluss mit dem Ausbilder durchgesprochen werden.

3.2. Empfehlenswert sind auch Supervisionsstunden und Einzelanwendungen mit dem Ausbilder, in denen der angehende Reflexologe gezielt betreut werden kann.

3.3. Erste Hilfe und Notfallmaßnahmen
Jeder Teilnehmer sollte innerhalb der Ausbildungszeit, selbständig, einen Erste Hilfe Kurs incl. Notfallmaßnahmen besuchen, bzw. möglichst zeitnah nachweisen können, dass er bereits in Erste Hilfe und Notfallmaßnahmen ausgebildet ist. Auf jeden Fall sind diese Kenntnisse Voraussetzungen zur Zulassung zum Abschlussseminar incl. Reflexion.


4. Anatomie / Physiologie / Psychologie

4.1. Anatomie des Fußes

4.2. Sämtliche Organsysteme und ihre Funktionen

4.3. Pathologie (aus ganzheitlicher Sicht des Menschen)

4.4. Zusammenhang mit der Reflexologie

4.5. Wirkung der Reflexologie auf das Nervensystem und damit auf die Gesamtregulation des Körpers

4.6. Wirkung der Reflexologie auf Emotionen und Unterbewusstsein

4.7. Zusammenspiel Psyche-Körper

4.8. Umgang mit einem Menschen, Respekt und Verständnis, Eingehen auf Probleme des Klienten ohne sie lösen zu wollen, Abgrenzung, eventuell Empfehlung psychotherapeutischer Behandlung.


5. Prüfung

5.1. Theoretische Prüfung ca. 1 Stunde schriftlich / mündlich, Fragen aus allen Teilen der Ausbildung; anschließend gemeinsame Auswertung

5.2. Praktische Prüfung ca. 1-1,5 Stunden Durchführung einer Fußreflexanwendung mit Vor- und Nachbereitung und anschließender Besprechung

Inhalte der Prüfung sollten das Bewusstsein über Verantwortung und Rechtsposition sein, aber natürlich auch Lage von Reflexzonen, Wirkung und Wirkungsweise der Methode, psychologische und ethische Aspekte, sowie die unterschiedliche Wirkung unterschiedlicher Reflex-Techniken und Fragen zur Anatomie, Physiologie und Pathologie im Kontext zur Reflexologie und ihrer Wirkung auf den Menschen.


Erarbeitet von:

Institut für Reflexologie & Entspannung
Helga Dittmann
Heilpraktikerin
Oberhofen 38 F
87452 Altusried/Kimmratshofen
Telefon: 08373 – 922491
E-Mail: info@reflexology.de

FREU(N)DE für’s Leben
Norbert Martin Gustav & Irene Flegel
Bergstr. 2-4
65326 Aarbergen-Kettenbach
Telefon: 06120 - 3513
E-Mail: heute@freude-fuers-leben.de

Freitag, 13. August 2010

Austauschtreffen bei Dieter

Dieses mal sollte der praktische Austausch im Mittelpunkt stehen und daran hielten wir uns nach Genuss von "Reflexologen - hausgemachtem - Kuchen" und Kaffee. Zusammen mit unserem Gastgeber, Dieter Offenhäuser waren wir fünf Personen, klein aber intensiv ! Wir sprachen über das Reflexologentreffen im Mai in Berlin und besonders über die Studie, die noch in Vorbereitung ist. Die Studie hat zum Ziel, die Wirkung der Reflexologie auf die Lebensqualität zu untersuchen. Wir haben bislang einen Einstiegs- und einen Abschlussfragebogen für die Teilnehmer (die Personen die behandelt werden) entworfen, beide sind jedoch noch in der Überarbeitungsphase für die endgültige Version.

Wenn Du Dich als Reflexologin an der Durchführung der Studie beteiligen möchtest, nimm bitte Kontakt mit mir auf  info@reflexology.de


Ich kam in den Genuss einer wunderbaren Fuß-Reflexologie-Behandlung von Tanja Brunner. Es überrascht mich immer wieder, wie wohltuend und regenerierend so eine Reflexologie - Anwendung ist. Wir sollten uns das alle mindestens 1-2x im Monat gönnen.

Auch die anderen arbeiteten still und konzentriert . Das ist vielleicht keine spektakuläre Nachricht, aber genau das ist der Sinn dieser Treffen, Austausch von Erfahrungen in gemütlicher Runde und gegenseitige Behandlung, also Wellness pur. Die Austauschtreffen sind nicht als Arbeits- oder Supervisionstreffen konzipiert auch wenn sie sich manchmal in die Richtung bewegen.

Also wenn Du in den Genuss kommen möchtest, dann merke Dir gleich den 17. September vor, wieder bei

Dieter Offenhäuser
Alpenstr. 6
87490 Haldenwang
0160 11 - 96021
d.offen@gmx.de
das ist in der Nähe von Kempten und von Dietmannsried. Bitte gib dem Dieter vorher kurz Bescheid.

Liebe Greusse
Helga

Donnerstag, 12. August 2010

Die Psychosomatische Reflexologie Teil 3

Die Psychosomatische Reflexologie - Teil 3
Auf das Drängen von Schülern hin nahm ich die Methode nach einigen Jahren wieder auf und die Erfolge gaben mir Mut, mit der Methode weiter zu arbeiten. Ich entwickelte ein nachvolziehbares Schema der Arbeit an sensiblen Reflexzonen und bestimmten Fragestellungen. Bei manchen Patienen dauerte es sehr lange bis ein Bild oder eine Erinnerung aus dem Unterbewusstsein spürbar wurde, bei anderen ging es relativ schnell.

Ich lernte viele Dinge zu beachten, die es dem Patienten leichter machen den Zugang zum Unterbewusstsein zu bekommen und auch das Unterbewusstsein wieder zu verlassen wie ein Buch das ich auf die Seite lege um am nächsten Tag weiter zu lesen ohne ständig an das Gelesene zu denken.

Ich habe inzwischen Menschen behandelt, die unter Depressionnen und depressiven Stimmungszuständen litten. Da der Kontakt bestehen blieb, konnte ich eine anhaltende Verbesserung deren gesamter Stimmungslage beobachten. Mitunter tauchen depressive Stimmungen Jahreszeiten- oder Lebensumständebedingt wieder auf und der Patient kommt wieder für einige Sitzungen. Meist ist der „Spuk“ nach 3-6 Behandlungen vorbei. Der Patient fühlt sich nach eigener Angabe wieder stabiler und lebensfoher.

So rief mich eine Patientin, die ich seit Jahren 1x monatlich mit herkömmlicher Reflexologie behandelte, eines Tages an und sagte, sie könne nicht zu mir kommen, sie haben seit einiger Zeit unerklärliche Ängste, das Haus zu verlassen. Ich machte mich auf den Weg und fuhr zu ihr. Nach einer Tasse Tee und einem Gespräch waren wir so weit, einen Termin für eine Behandlung mit der Psychosomatischen Reflexologie zu vereinbaren. Sie wollte es versuchen zu mir zu kommen, ansonsten versprach ich ihr, sie wieder zu besuchen.
Sie kam einige Tage später. Wir arbeiteten 7 Sitzungen a 1 Stunde mit der Psychos.R. Es kamen einige sehr bewegende Inhalte aus ihrem Unterbewusstsein, die wir gemeinsam bearbeiteten und die Ängste legten sich von Behandlung zu Behandlung. Das liegt nun 4 Jahre zurück. Die Ängste tauchten nicht wieder auf. Die Patientin kommt weiterhin 1x im Monat zur herkömmlichen Reflexologie-Behandlung.

Durch diese und etliche weitere Erfahrungen wurde ich ermutigt, die Methode mehr und mehr an zu wenden, weiter zu entwickeln und an erfahrenen Reflexologen weiter zu geben.

Natürlich stellt sich immer wieder die Frage: kann ich damit etwas ins rollen bringen, womit ich nicht umgehen kann? kann die Situation des Patienten verschlimmert werden?
Ich muss gestehen, eine solche Situation nie erlebt zu haben, dennoch habe ich, besonders für den Unterricht der Methode einige „Airbags“ (Techniken, die schnell aus dem Unterbewusstsein heraus und in eine zentrierte Körperempfindung hinein führen) eingebaut. Darüberhinaus empfehle ich meinen Schülern, sich mit einem Psychotherpeuten oder einer Beratungsstelle in der Umgebung bekannt zu machen um eventuell einen Menschen dorthin weiter empfehlen zu können.

Bis bald , Helga